Education // MA Spacial Design

Der M. A.-Studiengang Raumstrategien / Spatial Strategies behandelt die Thematik des Raums in ganzer Breite – seine Produktion, Aneignung und Gestaltung im Sinne eines erweiterten, dynamischen Raumbegriffs. Als entscheidender Ort kultureller Erfahrung (spatial turn) wird Raum als Handlungsraum verstanden, dessen Dimensionen von Rauminszenierungen zwischen Suggestion, Immersion und Manipulation bis hin zu kritisch-künstlerischen Analysen und Interventionen reichen.
Das Curriculum ist schnittstellenorientiert, d. h. Lehrangebote aus den Bereichen Kunst und Design der Muthesius Kunsthochschule und aus ihrem äußeren Netzwerk sind integriert.
Der M. A.-Studiengang ist als sog. Y-Modell angelegt. Nach einem ersten Basissemester können die Studierenden zwischen zwei Vertiefungsrichtungen wählen und ihr individuelles Kompetenzprofil
daran ausrichten:

> Space and  Scenography / Szenografie und Raum  und
> Research based Spatial Intervention / Forschen und Intervenieren im Raum
> Space and  Scenography / Szenografie und Raum

Inhaltlich ist der Schwerpunkt auf szenisches Gestalten und Inszenierung von Räumen unter Einbeziehung neuer Medien ausgerichtet. Ziel ist eine themenorientierte Gestaltung von Kommunikations- und Interaktionsräumen.

Konzepte für solche Räume und deren Nutzungen als „Orte des emotionalen Lernens“ zu entwickeln und professionell umzusetzen ist die zentrale Kompetenz der hier auszubildenden GestalterInnen. Dies beinhaltet sowohl die interdisziplinäre künstlerische und wissenschaftliche Projektentwicklung als auch die individuelle gestalterische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Raumphänomenen als eine Form der Intervention in vorgefundenen Raumstrukturen, die neue Raum- und Nutzungskonzepte generiert. Mit dem Einsatz „reaktiver Medien“ werden Überschneidungen und Interferenzen von imaginären und realen Umwelten erlaubt und provoziert.
Die sowohl in konstruierten Binnenräumen als auch im sich prozesshaft entwickelnden urbanen Raum zunehmende Verschränkung von bildgebenden Verfahren mit architektonischem Raum stellen hier den Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von realen zu virtuellen Räumen dar. Ein weiteres wichtiges Element dabei sind auch die zunehmend an Bedeutung gewinnenden virtuellen Kommunikationsräume und deren Beziehung zum realen Raum. In szenografisch orientiertem Gestalten können hier in künstlerischer und wissenschaftlicher Absicht themenorientiert neu erlebbare Kommunikations- und Interaktionsräume entwickelt werden.